100 Setzlinge – 3 Apfelbäume – eine Eiche und jede Menge fleißige Schüler

Im Rahmen ihres Projekts "Ein Baum für jedes Kind", organisiert die Deutsche Umweltstiftung an verschiedenen Standorten bundesweit Baumpflanzaktionen mit Schülern. Dabei geht es darum, dass Schüler aktiv einen Beitrag leisten zum Klimaschutz und zur Umweltgestaltung.

Nachdem wir letztes Jahr keinen Zuschlag erhielten - und die Warteliste mit 800 Schulen ganz schön lang war - hatten wir kaum noch mit der Aufnahme ins Programm gerechnet. Umso größer war die Freude. Was nun folgte geschah fast im Zeitraffer, denn die Zeit war knapp - bis Ende April sollte die Aktion beendet sein:

Wo wollen wir pflanzen?

Da kam uns das neue Projekt des Vereins „Fliegende Bauten – Schulen in Arbeit“, bei dem in einer Kooperation der CJG St. Antoniusschule und der Gesamtschule in Eckenhagen das ehemalige Kompostierungsgelände zu einem Umwelt-Hof umgestaltet wird, gerade recht.
Umweltschutz, Klimaschutz, Schutz bedrohter Arten … sind die Themen, die die Arbeit mit Schülern auf diesem Gelände beinhaltet. Die Gemeinde Reichshof stellt das Grundstück zur Verfügung – der Verein wird dort Schafe, Hühner und Bienen halten, Holz wird zu Brennholz verarbeitet oder gehäckselt ….

Eine Baumschule musste gesucht und von der Umweltstiftung akzeptiert werden.

Die Baumschule Werner in Gummersbach sagte zu, koordinierte sich mit der Umweltstiftung, gab Tipps bei der Auswahl der Setzlinge und bereicherte die Aktion durch eine großzügige Spende in Form von drei Apfelbäumen und einer Eiche, die in der Mitte des Geländes stehen soll.

Welche Pflanzen sollen es sein? Und wie viele?

Die Anzahl war schnell geklärt. 100 Setzlinge erschienen den Verantwortlichen der Umweltstiftung nicht zu viel. Aber nicht alle unsere Wünsche konnten erfüllt werden. Für die Anpflanzung kamen nur einige Baumarten infrage. So entschieden wir uns – nach Beratung mit der Umweltstiftung und der Baumschule – für: Traubenkirsche, Eberesche, Holzapfel, Hainbuche, Rotbuche, Feldahorn und Vogelkirsche. Alle unsere gepflanzten Bäume waren schon einmal „Baum des Jahres“.

Umweltbewusstsein, Wissen zum Thema Umwelt & Natur sind seit langem Themen des Schulunterrichts.

Jetzt wurde in den Klassen ganz konkret die Pflanzaktion geplant. Die kostenlose Aktionsmappe der Umweltstiftung, in der zahlreiche Materialien zur Vorbereitung im Unterricht enthalten sind, kam zum Einsatz.

Wann wird gepflanzt?

„Die Pflanzen müssen bis Ende April in die Erde!“

Die Zeit war knapp. Das Gelände musste vorbereitet werden. Klaus Breidenbach, Vorsitzender des Vereins „Fliegende Bauten – Schulen in Arbeit“ und Mitarbeiter der CJG St. Antoniusschule und der Gesamtschule, nutzte die Osterferien, um mit Schülern auf dem vorgesehenen Gelände aufzuräumen, Beete abzustecken und Löcher zu graben. Die Firma Valperz aus Eckenhagen spendete einige LKW-Ladungen Mutterboden. Der Bergische Abfallwirtschaftsverband BAV lieferte, ebenfalls als Spende, die notwendige Komposterde.

Was sonst noch zu organisieren war:

Zwei Schulen, eine Pflanzaktion, ein Gelände - nicht jeder Schüler kann dabei sein. Erfahrene, ältere Schüler wurden zu Experten und somit zum Pflanzpaten für jüngere Schüler ernannt. Eine Super-Gelegenheit zur Förderung des sozialen Miteinanders zwischen zwei Schulen und verschiedenen Schülergruppen. Der Bürgermeister Rüdiger Gennies wurde informiert, zeigte sich erfreut und sagte sein Kommen am Aktionstag zu, liegt ihm die Neugestaltung des Geländes doch sehr am Herzen.

Schule in Arbeit hatte noch umfangreiche Vorbereitungen zu erledigen:

  • Werkzeuge wie Spaten, Hacken, Gießkannen, Namensschilder
  • Einladungen an Eltern, Erzieher, Presse ...
  • Getränke, Grill und Würstchen ... um die Aktion am Ende zu feiern, sich zu erholen und sich über die geleistete Arbeit zu freuen

Kein Plan B: Auch Regenwetter ist Pflanzwetter (oder sogar besonders gut), und wir sind nicht empfindlich.

Dann kam der Tag der Aktion: 28. April 2015:

Das Wetter: perfekt! Tags zuvor hatte es heftig geregnet – so war der Boden weich. Heute schien die Sonne und der Himmel war strahlend blau.

Die Stimmung: hervorragend! Es wurde gehackt und gegraben, gebuddelt und geschüppt, gelacht und geflucht und gestöhnt, Bäumchen getragen und Wasser geschleppt, Schildchen angebracht. Immer unterstützt durch das Blöcken der bereits ansässigen Schafe.

Die Eiche: markant platziert! Der Boden in der Mitte des Hofes erwies sich als besonders widerspenstig – in das Pflanzloch flossen eine Menge Schweißtropfen – aber sie steht! Eine Bank rund um die Eiche ist in Planung.

Der Erfolg: unübersehbar!

Vielen Dank an alle Helfer und Sponsoren!!!!!

Wie geht’s weiter:

Die Arbeit auf dem Hof geht kontinuierlich weiter. Ein Termin steht schon in unserem Kalender: Der Tag des Baumes am 25. April 2016. Er wird jedes Jahr im April mit Feierstunden begangen und soll die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft im Bewusstsein halten. An diesem Tag werden wir unsere Bäume besuchen und bei schönem Wetter unter der Eiche picknicken.

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