Ein Glücksschiff für die St. Antonius-Schüler

Kunstprojekt mit Studierenden der Fachhochschule Aachen

Von Montag bis Mittwoch bildeten Flure, Treppenhaus und Foyer der CJG St. Antoniusschule in Eckenhagen eine einzige Kunstwerkstatt: „Wir setzen bei unserer Arbeit hier auf eine offene Ateliersituation. Es gibt zwar Vorgaben, aber bei der Gestaltung haben die Schüler freien Spielraum“, beschreibt Prof. Dr. Wolfgang Domma, Lehrstuhlinhaber im Fachbereich Sozialwesen für Kulturpädagogik, Ästhetik und Kommunikation. So ließe sich die Entwicklung der betroffenen Kinder und Jugendlichen am besten fördern. Unter seiner Leitung bildeten acht Studierende der Katholischen Hochschule NW, Abteilung Aachen, Teams mit den Lehrern der St. Antoniusschule in vier unterschiedlichen Arbeitsbereichen.

Eine Gruppe gestaltete aus etwa 100 bunt bemalten Dachlatten eine Plastik für die Decke des Treppenhauses. Hier konnte sich ein jeder „verewigen“. Gleichermaßen war dies möglich beim Glücksschiff, dessen Segel aus kleinen quadratischen Bildern als Mosaik zusammengesetzt sind. Kinder wie Erwachsene konnten ihre Vorstellungen von Glück, vom Glücklichsein Ausdruck verleihen. An anderer Stelle wurden die Köpfe der Teilnehmer als Umrisse ihrer Schatten auf Leinwände projiziert, anschließend in Pastellfarben individuell gestaltet. Jetzt zieren die großformatigen Bilder das Foyer. Schulleiter Hubert Jansen legt Wert auf die Feststellung, „Dass die Gestaltung und Ausprägung von Räumen erst die Grundlage dafür schaffen, was dort passieren, beziehungsweise wie Kommunikation  überhaupt stattfinden kann. So wie die Wohnung als Spiegel der Seele ihrer Bewohner gesehen werden kann, so gilt dies auch für eine Schule und ihre Räumlichkeiten bezogen auf die dort agierenden Menschen, Lehrer wie Schüler.“

Ein weiteres Team betreute ein thematisch offenes Projekt: Als Träger der von den Schülern mit den unterschiedlichen Materialien zu gestaltenden Reliefs fungierten Quadrate aus Heraklitplatten. Als Bindemittel dienten Gips oder Kleister. „Es ist erstaunlich, wie wenig Anleitung die Schüler brauchen und wie viel eigene Kreativität sie mitbringen“, beschrieb Joel Weymanns, eine der Sozialpädagogik Studentinnen, alle im letzten Praxisseminar kurz vor dem Examen.

So konnten beide Seiten von den Pojekttagen profitieren: Lehrer und Schüler erhielten Unterstützung bei der Gestaltung der Schule, die Studierenden gewannen Erfahrung im Umgang mit ihrer potentiell zukünftigen Klientel bei freier Kost und Logis.
Bei der abschließenden Vernissage bedankte sich auch der Leiter des gastgebenden St. Josefshauses, Alois Kampa, bei allen Beteiligten für deren besonderes Engagement und lobte die tolle Atmosphäre des kreativen Miteinanders der letzten Tage.


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